Aggressor Bedienungsanleitung

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Was ist Aggressor?:
Aggressor ist ein monophoner Synthesizer, der als VST-Instrument in so ziemlich jedes moderne MIDI/Audio - Sequenzerprogramm auf der PC-Plattform eingebunden werden kann. Der Synthi ist speziell für aggressive, prägnante Bass- und Lead-Sounds ausgelegt, wobei ein besonderer Schwerpunkt u.a. bei der authentischen Emulation von typischen TB-303-Sounds liegt. Die Architektur entspricht im Wesentlichen der klassischen Oszillator-Filter-Verstärker - Struktur, wobei jedoch die einzelnen Funktionsblöcke deutlich weitergehende Eingriffsmöglichkeiten als die meisten anderen Bass/Lead-Synthesizer bieten.


Features:

...ich hoffe, bei der Feature-List wird die, für einen Mono-Synth doch mitunter recht hohe, CPU-Last entschuldigt.


Das Bedienkonzept unterteilt die einzelnen Parameter in verschiedene Blöcke - es gibt jeweils eine eigene Bildschirmdarstellung für die Einstellung der 3 Oszillatoren, für die verschiedenen Modulationsmöglichkeiten der Oszillatoren, für die Einstelungen des Filters und für die Einstellung der zwei Amplitudenhüllkurven und des Verzerres. Zusätzlich gibt es einen sogenannten "Overview"-Screen, der aus allen vier Darstellungen die jeweils wichtigsten Parameter zusammenfasst - dies ist auch der Screen, der beim Öffnen des PlugIns standardmäßig dargestellt wird und oben abgebildet ist. Die Anwahl der verschiedenen Screens erfolgt über das Feld "Screen" im oberen Bereich des PlugIn-Fensters. Beginnen wir mit der Erklärung der Parameter bei den globalen Parametern, die auf allen vier Screens im oberen Teil des PlugIn-Fensters (unter "Global" zur Verfügung stehen):


Globale Parameter:


Der Oszillator-Bildschirm


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Die Oszillator-Sektion besteht aus drei Oszillatoren, wobei Oszillator 1 etwas anders aufgebaut ist, als die beiden anderen: Er kann mehrere Stimmen gleichzeitig erzeugen (bis zu 127 - normalerweise reichen aber 1-7 Stimmen aus), verfügt jedoch nicht über einen expliziten Tune-Parameter. Des weiteren gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie die 3 Oszillatoren miteinander interagieren können: zum einen können Osc2 und Osc3 zu Osc1 synchronisiert werden, zum anderen kann Osc1 von Osc2 und Osc3 amplituden- und frequenzmoduliert werden. Frequenzmodulation ist auch als Feedback-FM für Osc1 vorgesehen. Und schließlich stehen alle drei möglichen Ringmodulationssignale zum beimischen zur Verfügung. Die Parameter von Oszillator 1 sind im Einzelnen:

Die Oszillatoren 2 und 3 sind ähnlich aufgebaut, jedoch fehlt ihnen die Mehrstimmigkeit und damit auch die entsprechenden Parameter. Als zusätzliche Parameter treten hier jedoch Tune und Fine auf - "Tune" verstimmt die Oszillatoren grob (in Halbtonschritten) und "Fine" sorgt für die Feinstimmung. Ansonsten ist alles genauso wie bei Oszillator 1. Kommen wir also zu den Interaktionen, die zwischen den Oszillatoren möglich sind:


Der Modulation-Bildschirm


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Der Filter-Bildschirm


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Dieses, von der Oszillator-Sektion erzeugte Signal, kann nun mit einem Multimode-Filter weiter geformt werden. Die Parameter der Filter-Sektion sind im Einzelnen:

Filtereinstellungen:


Die Filter-Hüllkurve:
Die Filter-Hüllkurve von Aggressor weicht ein wenig vom Standard ADSR-Modell ab. Sie spezifiziert einen Startwert, eine Attackzeit, einen Peakwert, eine Hold-Zeit, eine Deacy-Zeit, keinen Sustain-Wert (in der Sustain-Phase entpricht die Cutoff-Frequenz nämlich genau dem bei "Freq" spezifizierten Wert), eine Release-Zeit und einen Endwert:


Frequency Modifiers:

Resonance Modifiers:


Der Amplitude- und Distortion-Bildschirm


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Das Filterausgangssignal wandert nun in die Verstärkereinheit. Sie bietet zwei Amplitudenhüllkurven und einen Verzerrer. Es soll kurz erklärt werden warum es zwei Amplitudenhüllkurven gibt: Da sich die erste Amplitudenhüllkurve im Signalfluss vor dem Verzerrer befindet, bestimmt sie in Wirklichkeit gar nicht die Gesamtamplitude des Signals (zumindest nicht mehr oberhalb des Verzerrer-Thresholds). Stattdessen arbeitet sie mehr als eine Art Distortion-Drive-Hüllkurve. Von dem aufgeprägten Amplitudenverlauf ist daher - entsprechend starke Verzerrung vorausgesetzt - nach dem Verzerrer nichts mehr übrig. Mit der zweiten Amplitudenhüllkurve jedoch, kann man tatsächlich den Amplitudenverlauf direkt einstellen, da sie sich im Signalfluss hinter dem Verzerrer befindet. Die Parameter der beiden Amplitudenhüllkurven sind identisch und werden daher nur einmal erklärt:

Einstellungen der Amplitudenhüllkurven:


Einstellungen für den Verzerrer:

....OK, ich gebe zu, dass diese Erklärung wahrscheinlich erstmal ziemlich unanschaulich ist. Daher hier ein prinzipielles Bild der sich ergebenden Verzerrerkennlinie:
Dist-Characteristic

Hinweis: symmetrische Kennlinien erzeugen nur ungeradzahlige Harmonische, während asymmetrische Kennlinien sowohl geradzahlige und auch ungeradzahlige Harmonische erzeugen.


Der Overview-Bildschirm


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Diese Ansicht soll - wie anfangs schon gesagt - die wichtigsten Parameter des Synthesizers noch einmal auf einem Bildschirm zusammenfassen. Die Level-Werte für die Oszillatoren sind mit den End-Werten der Amplituden-Rampen in der Oszillator Sektion gekoppelt. Gleiches gilt für die Einstellungen der Oszillator-Interaktionen. Der dargestellte Amplituden-Envelope ist der erste im Signalfluss, also derjenige vor dem Verzerrer.


Viel Spaß beim Mucke machen wünscht Braindoc.